Projekt Schwarzhorn
Im Rahmen einer zweigeteilten Veranstaltungen erlangten die Mitglieder der JCI Uri einen umfassenden Blick hinter das Projekt Schwarzhorn, von der Produktion bis zur Baustelle.
Lunch & Betriebsbesichtigung bei Ruch Metallbau AG
Zum Start der zweigeteilten Veranstaltung traf sich die Junge Wirtschaftskammer Uri am 20 Februar 2025 zu einem gemütlichen Lunch im Bistro der Ruch Metallbau AG in Altdorf . Danach stellte Matthias Ruch das Unternehmen sowie das spannende Fassadenprojekt Schwarzhorn vor, bei welchem zum aktuellen Zeitpunkt 330 isolierte Fassadenelemente in Pfosten-Riegel-Elementbauweise in der Produktion gefertigt wurden.
Anschliessend folgte eine ausführliche Betriebsführung. Besonders beeindruckend war der Blick in die laufende Produktion, wo der Zusammenbau der Fassadenelemente aus nächster Nähe miterlebt werden konnte.
13. November 2025, Baustellenbesichtigung Schwarzhorn Pilatus
Mit dem zweiten Teil der Veranstaltung schloss sich der Kreis. Nachdem im Februar den Produktionsprozess kennengelernt werden konnte, durften die Urner JCI-MItglieder nun das entstehende Bauwerk Schwarzhorn direkt vor Ort in Ennetbürgen besichtigen. Bei strahlendem Herbstwetter empfing Simon Trachsel, Bauleiter und Mitinhaber von hts architektur ag, eine grosse Schar an Interessierten. Mit viel Expertise und vielen spannenden Details führte Trachsel durch die Baustelle.
Bereits der erste Blick auf das Gebäude wirkte eindrücklich: Der Neubau, geprägt durch die Elementbauweise, zeigt klar auf, wie moderne Industriearchitektur und funktionale Anforderungen zusammenfinden. Besonders beeindruckend waren die Dimensionen und die logistischen Herausforderungen: Die massiven Beton-Elemente und Träger wurden mit einem 700-Tonnen-Raupenkran montiert. Um den Raupenkran erst aufbauen zu können, waren 28 LKW-Ladungen nötig, welche die einzelnen Krenteile anlieferten.
Auf und am Gebäude befinden sich rund 2500 Photovoltaikmodule, genug, um künftig etwa ein Viertel des Eigenbedarfs abzudecken – ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Energiegewinnung.
Im Inneren entsteht eine topmoderne Produktionshalle, die künftig zum Strukturbau Composite genutzt wird. Drei grosse Autoklaven, Flächen für Vormontage sowie grosszügige Lagereinrichtungen werden den hohen Anforderungen der Produktion gerecht. Die Halle ist so konzipiert, dass Prozesse effizient und sicher ineinandergreifen, ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Industrieplanung umgesetzt wird.
Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre, und bereits am 1. Juli 2026 soll der Betrieb starten. Die Investitionssumme der Produktionshalle inklusive integrierter Büros beläuft sich auf rund 90 Millionen Franken.
Zum Abschluss genossen die JCI-Mitglieder ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Nidair, wo die Eindrücke vertieft und in ungezwungener Runde branchenübergreifend ausgetauscht wurden.







