Im Einsatz für einen reibungslosen Bahnverkehr
«Wir rücken aus, wenn alles stillsteht.» Das Team des Erhaltungs- und Interventionszentrums (EIZ) in Erstfeld stellt einen störungsfreien Betrieb im Gotthard-Basistunnel sicher.
Am Donnerstag 26. März 2026 besuchten 16 Mitglieder der Jungen Wirtschaftskammer Uri das Erhaltungs- und Interventionszentrum der SBB in Erstfeld. Carlo Zgraggen, stellvertretender Leiter, bot den Teilnehmenden einen spannenden Einblick ins Rettungsfahrzeug inklusive Tanklöschzug und Gerätewagen, ins moderne Materiallager sowie in die Büroräumlichkeiten.
Rund 240x Rettungseinsätze pro Jahr leistet die 25-köpfige Mannschaft in Erstfeld im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Zusammen mit den Kollegen in Biasca stellen sie sicher, dass der Betrieb im Gotthard-Basistunnel reibungslos läuft und die Gleisanlagen im Tunnel sowie auf der Gotthard-Bergstrecke bis Arth-Goldau fachgerecht unterhalten werden. Rund 50 Millionen Franken investierte die SBB in den Aufbau des EIZ in Erstfeld. Das Einsatzgebiet des EIZ ist vielseitig; nebst planbaren Unterhaltsarbeiten leisten die spezialisierten Teams herausfordernden Rettungseinsätze und sind zuständig fürs Naturgefahrenmonitoring oder fürs Runterkühlen von Gleisen an heissen Sommertagen. Mit dem Rettungsfahrzeug wurden sogar auch schon Eishockeyfans nach Ambri gefahren, erzählt Carlo Zgraggen schmunzelnd.
Die Einsatzleitzentrale in Bern koordiniert schweizweit die Einsätze. Fünf Minuten müssen im Ernstfall ausreichen, bis das Rettungsteam ausgerückt ist. Damit der Rettungszug jederzeit einsatzbereit ist, wird er alle zwölf Stunden getestet. Über die bevorstehenden Osterfeiertage wird die SBB rund 70'000 zusätzliche Passagiere mit Extrazügen durch den Gotthard-Basistunnel befördern. Fürs EIZ ist zu hoffen, dass der Betrieb ohne nennenswerte Störungen läuft.